Zwei Wohnungen mit derselben Kaltmiete können sich monatlich um mehr als hundert Euro unterscheiden. Entscheidend ist die Warmmiete – also Kaltmiete plus Nebenkosten plus Heizung.
Was in den Nebenkosten stecken darf
- Heizung und Warmwasser – meist der größte Posten und stark vom Gebäudezustand abhängig
- Grundsteuer, Gebäudeversicherung, Straßenreinigung, Müllabfuhr
- Hausmeister, Treppenhausreinigung, Gartenpflege, Aufzug
- Kabelanschluss oder Breitband, sofern vertraglich vereinbart
Nicht umlagefähig sind Verwaltungskosten und Instandhaltung. Tauchen sie in einer Abrechnung auf, lohnt sich eine schriftliche Nachfrage.
Der schnelle Vergleich
Rechne beide Angebote auf Euro pro Quadratmeter warm um. Ein sanierter Altbau mit höherer Kaltmiete ist häufig günstiger als ein unsanierter mit niedriger Kaltmiete und hohem Heizbedarf. In HausGenosse zeigen wir Kaltmiete, Nebenkosten und Warmmiete getrennt an, sobald das Inserat die Werte nennt.
Nebenkostenabrechnung prüfen
- Abrechnungsfrist: spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums.
- Verteilerschlüssel prüfen – Wohnfläche, Personenzahl oder Verbrauch.
- Belegeinsicht ist dein gutes Recht und kann formlos verlangt werden.
- Einwendungen innerhalb von zwölf Monaten nach Zugang der Abrechnung geltend machen.
Häufige Fragen
- Wie hoch sind Nebenkosten im Schnitt?
- Als grober Richtwert gelten rund zwei bis drei Euro pro Quadratmeter und Monat inklusive Heizung. Der tatsächliche Wert hängt stark von Baujahr, Dämmung und Heizsystem ab.
- Bekomme ich eine Nachzahlung erstattet, wenn ich ausziehe?
- Ja, die Abrechnung erfolgt anteilig für die Zeit deiner Nutzung – ein Guthaben wird auch nach dem Auszug ausgezahlt.